SPÖ-Bürgermeister Ritsch hat das Thema verfehlt

Mit der Aussendung von SPÖ-Bürgermeister Ritsch zur Postenbesetzung im Rathaus Bregenz hat er für ÖVP-Stadträtin Veronika Marte „in Wahrheit vor allem das eigentliche Thema verfehlt“.

Dass wichtige öffentliche Funktionen transparent und öffentlich auszuschreiben sind, sollte auch für den selbsternannten „Bürgermeister für alle“ eine Selbstverständlichkeit sein, so Marte.
In Wahrheit gehe es aber gar nicht vordergründig darum: „Denn eigentlich brauchen wir gar keine Ausschreibung. Wir haben in Bregenz ja einen – nach einer öffentlichen Ausschreibung bestellten – Stadtamtsdirektor, der die Funktion tadellos ausübt. „Wenn Ritsch mit diesem anscheinend nicht zusammenarbeiten kann oder will zeugt das von wenig Führungskompetenz und das ist dann wohl eher das Problem von Ritsch.“
Marte will von Ritsch deshalb – wie schon vergangene Woche gefragt – wissen, welche sachlichen bzw. fachlichen Gründe es gibt den Stadtamtsdirektor aus seiner Funktion zu entlassen. Marte: „Die Antwort darauf ist Ritsch bislang schuldig geblieben. Was der SPÖ-Bürgermeister uns jetzt als Einlenken verkaufen will, soll nur darüber hinwegtäuschen, dass hier ein führender Mitarbeiter ohne objektiv nachvollziehbare Begründung mittels Golden Handshake gegangen werden soll.“
Dasselbe gilt für Kulturstadtrat Michael Rauth auch bei der Neubesetzung des Kulturamtes: „Auch hier hat Ritsch von Anfang an nicht bekanntgegeben, weshalb die bisherige Leiterin für ihn nicht tragbar ist. Von Transparenz keine Spur.“
„Wenn beide demokratisch und objektiv bestellten bisherigen Führungskräfte weiterhin in ihrer Funktion bleiben könnten, würde sich die Stadt Bregenz außerdem die sinnlosen Abfindungskosten von mehreren hundert tausend Euro sparen. Gerade in Zeiten von Corona würden einem Bürgermeister eher Vernunft und Sparsamkeit statt Machtgehabe um jeden Preis gut zu Gesicht stehen. Der vielgepriesene Weg des Miteinanders ist das jedenfalls nicht“, so Marte.

Fotos (c) Bregenzer Volkspartei: LAbg. Stadträtin Veronika Marte; Stadtrat Michael Rauth

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